Via Lewandowsky

Marina Abramović says Good bye again

Posted in Moskau by vialewando on 10. Dezember 2008

Marina Abramović gilt zu Recht als eine der großen Performance-Künstler. In ihrem Vortrag im Puschkin-Theater in Moskau (gestern am 9.12.2008, 21 Uhr Ortszeit) hat sie nicht nur eine Auswahl ihrer Arbeiten, sondern auch ihr nahe stehende Performane-Künstler eindrucksvoll präsentiert. Zwar musste sie sich zum soundsovielten Mal aus der „Kunst der Peinlichkeit“ (Else Gabriel) auch diesmal wieder verabschieden, um sich dann gleichzeitig am Ende ihres Vortrages in der Rubrik „Body Drama“ an die Seite von Elvis Presley und Maria Callas zu stellen, aber dafür ist mir noch einmal mehr die Radikalität ihrer frühen Werke bewusst geworden. Und übertragen auf die Welt der Performancekunst hat sie ja auch recht. Ein großer Moment der Gefühle war die Szene ihrer Trennung von Ulay (Frank Uwe Laysiepen) auf der Chinesischen Mauer nach wochenlangem Marsch von beiden Seiten kommend, irgendwo in der Mitte sich treffend, um sich dann für immer zu verabschieden. Das sollte man sich unbedingt noch einmal ansehen. Statements wie Performance ist nicht Theater, ist authentische, wahrhafte, körperlich vermittelte Kunst wurden allerdings angesichts der manchmal etwas pathetisch überzogenen Darstellung gleich wieder sabotiert. Das Publikum hat es dennoch dankend aufgenommen und ging gerührt von dannen. Ich auch.

 

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