Via Lewandowsky

Mischka, der Bär

Posted in Moskau by vialewando on 10. Dezember 2008

Neben meinem Wohnhaus stehen zwei holzgeschnitzte auf Instrumenten spielende Bären. Nach Auskunft des Matrjoschka-Museums handelt es sich hierbei um die Verdoppelung des legendären Mischka-Bären, vermutlich zwecks Selbstunterhaltung. Mischka gehört nicht erst seit seines internationalen Bekanntwerdens als Sowjetisches Olympiade-Maskottchen zu den wichtigsten Staatssymbolen Russlands, er erfreute sich vermutlich schon zur Zarenzeit größter Beliebtheit bei Jung und Alt. Er geistert nicht nur durch etliche Märchen als sanftmütiger, hilfsbereiter Veganer, er ist auch so etwas wie ein parteiloses Staatssymbol, Ausdruck eines großen tapsigen Landes. Ich kenne ihn natürlich noch als er vom DDR-Kinderfernsehen gegen Bummi ausgetauscht wurde und fortan bei Meister Nadelöhr in Onkel Uhus Waldschule den sowjetischen Asylanten mimte. Mich hat damals dieser Austausch schwer traumatisiert, weil sofort die sowjetische Kriegsgefangenschaft meines Großvaters wachgerufen wurde.

mischkabär

Mischka der Bär vergnügt sich mit sich selbst.

 

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