Via Lewandowsky

Fahrbereitschaft, 2017

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 8. September 2017

Wettbewerbsbeitrag „Modulare Unterkünfte für Flüchtlinge“  

Zentrale Idee von Fahrbereitschaft ist die Umkehrung eines Kunst-am-Bau-Projektes an einem bestimmten Standort.

Statt Kunst-am-Bau in oder an den modularen Unterkünften zu installieren werden die Bewohner der Unterkünfte zu Orten mit Kunst-am-Bau in Berlin gefahren.

Kunst am Bau verläßt die Rolle als erhabener Überbringer einer künstlerischen Geste, als Zeichensetzer eines letzten künstlerischen Wohlklangs in einem architektonischen Kontext und begibt sich auf den Weg, setzt sich den Mühen der Vermittlung selbst aus und wird somit zum dynamischen Botschafter seines Wesens.

Ziel ist es, den Menschen auf der Flucht die Bedeutung des Kontextes von Kunst und Geschichte, von Kunst und Politik, Kultur und Glauben, von politischen und sozialen Abläufen in Berlin am Beispiel von Kunst-am-Bau im öffentlichen Raum unterhaltsam und lehrreich nahe zu bringen. Um damit wiederum Hilfe bei der Orientierung an ihrem Aufenthaltsort zu gewähren. Angesprochen sind Erwachsene genauso wie Kinder, Familien genauso wie Einzelstehende.

Fahrbereitschaft nimmt ein für geflüchtete Menschen bekanntes Bild  – den Bus – auf und kehrt die Symbolik der Flucht um in einen positiven Start in der neuen Stadt. Der Bus ist Transportmittel, Projektraum und soziale Skulptur. Er wird dabei zu einer sich dynamisch verändernden Skulptur, zu einer Verbindung zwischen Alltag und Kunst-am-Bau, zwischen Menschen und Kulturen, zwischen Transit und Ankunft.

Die Idee, die Menschen aus den Unterkünften zu Kunst-am-Bau-Führungen einzuladen, ist zentrales Anliegen. Ein Minibus wird in die Obhut des gemeinnützigen Vereins Fahrbereitschaft e.V. gestellt, der über vier Jahre 100 Fahrten jährlich organisiert und durchführt. Der Bus ist ein Kunstobjekt, das über den Zeitraum seiner Benutzung zum Projektor und zur Projektionsfläche wird. Seine Wiedererkennbarkeit im Stadtbild und seine Präsenz an Orten verstärkter künstlerischer Aktivitäten (Gallery Weekend, Berlin Art Fair usw.) sind Teil der Absicht, als Botschafter für das Projekt zu agieren, an seine Aufgaben zu erinnern und das Netzwerk zu erweitern.

Die Fahrten zur Kunst am Bau in Berlin folgen dem Prinzip der kuratierten Kunstvermittlung. Das heißt, der Künstler und der Verein laden KünstlerInnen, KunstkritikerInnen, KunstwissenschaftlerInnen und SchriftstellerInnen ein, um jeweils eine Tour mit vier bis sechs Stationen durch die Stadt auszuarbeiten und einmal durchzuführen. Die jeweilige Tour wird dokumentiert, aufbereitet und dient später als Fahrplan für weitere nach dem Verfasser benannten Touren, die dann eigenständig von den Mitarbeitern des Vereins durchgeführt werden können.

 

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und, 2016

Posted in Arbeiten by vialewando on 21. Juli 2016

Wettbewerbsbeitrag für die FU Berlin

Der Ausgangspunkt von „UND“ besteht in der Gegenüberstellung von Begriffen, von Themen, von Gegenständen, von Orten und von Zeiten. Anhand von jeweils einem Gegenstand im Innen- und im Außenraum, der jeweils eine Form der Betrachtung darstellt, werden Verbindungen zwischen einem Treppenhaus und dem Wiesengrund, zwischen tief und eben, zwischen beschriftet und unbeschriftet, zwischen vorher und nachher, zwischen dem Abwesenden und dem Anwesendem, zwischen dem Konkreten und dem Gedachten und zwischen Wissen und Erkenntnis geschaffen. Es wird ein Bezug beider Objekte zu ihrem jeweiligen Standort hergestellt, der wiederum Ausdruck ihrer relationalen Möglichkeiten an sich ist. Es geht um Gegensätzliches und um Unterschiedliches als Teile eines gemeinsamen Ganzen.

Im Treppenhaus der Fächer Vorderasiatische Altertumskunde und Islamwissenschaft befinden sich zwei um den Faktor 14 vergrößerte DIN A4 Papierblätter aus Aluminium. Sie sind nicht beschriftet und blendend weiß. Ein Blatt befindet sich in der obersten Ebene und löst sich scheinbar von der Wand. Das zweite Blatt ist bereits nach unten geschwebt und berührt beinahe den Boden des Treppenhauses. Es sind wie zwei Phasen einer Bewegungschoreographie, Lösen und Halten, Schweben und Liegen.Auf dem Rasen am Rand des Wiesengrunds liegt ein um sein vielfaches vergrößerter Holzsplitter in Bronze. An den durch die Vergrößerung gut sichtbaren Fasern befinden sich gut lesbare Begriffspaare. Die wuchtige Erscheinung des Splitters erinnert an einen Felsstein, die vergrößerte Holzmaserung an Gesteinsschichten und Sedimente.

Wichtige Begriffspaare des Konzeptes (Auswahl): unbeschrieben und beschriftet, Artefakt und Reflexion, Gedanke und Gegenstand, das Eingeschriebene und das Unbenannte, das Einzelne und das Serielle, Inschrift und Notiz, das Flüchtige und das Aufgeladene, das Bewegte und das Statische, Distanz und Nähe, Schichten und Stapel, Holz und Papier, abstrakt und konkret, minimalistisch und narrativ, vergrößern und skalieren, leicht und schwer, schwebend und liegend, oben und unten, innen und außen

Begriffspaare für den Holzsplitter (Beispiele): Logik und Rhetorik, Metapher und Konstrukt, Abdruck und Verweis, Spur und Verschwinden, Deixis und Entzug, Materialität und Räumlichkeit, Imagination und Projektion, Markierung und Verweis, Sprache und Schweigen, Irrationalität und Wunschvorstellung, Aufmerksamkeit und Partizipation, Dispositiv und Zeichen, Absenz und Präsenz, Referenz und Referenzlosigkeit, Übergang und Transformation, Aktualität und Affekt, Abstand und Nähe, Wahrnehmung und Glaube, Zeit und Dichte, Sinnlichkeit und Sinn, Sichtbares und Berührbares, Dynamik und Augenblick, Wissen und Erkenntnis, Ethik und Ästhetik, Repräsentation und Referenz

Ziel ist es für die Erarbeitung der Begriffspaare die Lehrenden und die Studierenden mit einzubeziehen. Wichtige Themen und Begriffe können hier verewigt werden. Durch das Ein- schreiben der Lehrinhalte in Bronzefuß entsteht ein gegenwärtige künstlerische Momentaufnahme universitärer Diskurse.
Der vorliegende Entwurf zeigt eine rein simulierte Wirklichkeit, ein Stereotyp eines Holzsplitters. Die Form des Splitters könnte aber auch eine Referenz auf einen vorhandenen Splitter in der Sammlung der Freien Universität sein. Die Verbindung zu einem realen Gegenstand ist möglich.

 

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Das Ding, 2016

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 19. Juli 2016

Wettbewerbsbeitrag für das Bundesamt für Strahlenschutz in Salzgitter

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Strahlung

Strahlung ist überall. Man kann ihr nicht ausweichen. Obgleich die Hauptaufgabe und der damit begründete zentrale Standort des Bundesamtes in der Bewältigung der Atommüllentsorgung recht eindeutig zu sein scheint, macht das universelle Vorhandensein von Strahlung in allen Lebensbereichen die Idee des Schutzes vor Strahlung zu einer komplexen Angelegenheit. Es besteht zwar weitestgehend Einigkeit über die Gefährlichkeit bestimmter Strahlungsarten. Damit trägt die Bundesbehörde die Verantwortung zur Vermeidung von Schäden durch einen unsichtbaren Feind, aber sie hat auch die Verantwortung, Regularien für Strahlung zu finden, die sich bei ihrer Nutzung positiv auswirken. Strahlung dient genauso zur Zerstörung kranker Zellen, wie zur Stärkung des Immunsystems. Oft entscheidet die Dosis, ob die Strahlung schädlich ist oder nicht. Einerseits ist Strahlung nicht greifbar und unsichtbar, andererseits messbar und kontrollierbar. Diese scheinbaren paradoxen Wirkmechanismen und der Umstand der Unsichtbarkeit lässt dem Thema Strahlung viel Raum für Spekulation und Verschwörungstheorien. Auch hier ist das Bundesamt ein staatliches Regulativ.

Zierkürbis

Der Zierkürbis nimmt mit seiner bizarren und naturgewollt komischen Form in ironischerweise Art und Weise Bezug auf die Sorgen und Spekulationen der Bürger. Zugleich ist er Mahnmal einer schützenswerten Natur. Eine weltweit genutzte Kulturpflanze, die wohl im Gegensatz zum Menschen am wenigsten durch den Einfluss schädlicher Strahlenbelastung gefährdet wäre, wie auch die Natur insgesamt. So erinnert der Zierkürbis daran, dass es letztlich ganz einfach um den Fortbestand organischen Lebens geht. Er versinnbildlicht in mehrfacher Hinsicht das Schützenswerte. Ein frecher kleiner Klops, der das Fremde, das Unheimliche, das natürlich Unnatürliche, das Besondere, Normale und Banale, das Abnormale und das Exotische darstellt. Der Zierkürbis ist selbst schon eine Art naturgemachtes Kunstwerk. Er ist nicht nur das Ergebnis einer alten Gartenkultur und repräsentiert eine Erscheinungsform unzähliger Spielarten der Natur, sondern auch ein ritueller Begleiter durch die Jahreszeiten und damit Bildträger für die Bedeutung des Wechselspiels von Kultur und Natur.

Zur Zierde

Kunst will hier im direktesten Sinne Zierde sein. Der Zierkürbis trägt die Aufgabe bereits im Namen. Die Skulptur übersetzt die Besonderheit eines landwirtschaftlichen Produktes in ein nachhaltiges Bild aus Metall. Der silberne Aluminiumdruckguß versinnbildlicht das Schützenwerte, steht aber auch für Vielfalt und die damit verbundenen unterschiedlichen Erscheinungsformen. Die Skulptur ist rätselhaft und fragt nach den Zusammenhängen. Das Abwegigste wird plötzlich zum Naheliegendsten. Was die Bundesbehörde mit ihrer Arbeit auslöst, ergänzt die Skulptur: Fragen, auf die es verschiedene Antworten gibt, Diskussionen um Ursachen, für die es unterschiedliche Gründe gibt. Künstlichkeit ist kein Privileg der Kunst, so wie Strahlung kein Privileg der Wissenschaft ist.
Kunst legt hier nahe, daß Wissen allein oft nicht der einzige Weg ist, um die Aufgaben, die Sorgen und die Spekulationen um die Sicherheit vor Strahlung kompetent zu bewältigen. Vor dem Hintergrund manchmal nicht exakt bestimmbarer kausaler Zusammenhänge erzeugt der Zierkürbis ein Moment der Irritation, der Verwunderung und der Heiterkeit. Ein Wesen aus einer anderen Realität

Ort und Ausführung

Aus dem Raster der neun Bäume auf dem Vorplatz wird ein Baum entfernt. An dieser freien Stelle liegt die silbern glänzende Skulptur des Zierkürbis. Er ist mannshoch. Seine Oberfläche ist mattiertes bis glänzendes Aluminium. Sein Stiel verschwindet im Platz an der Stelle, wo vormals der Baum stand. Der Zierkürbis scheint blattlos aus dem Boden gewachsen zu sein. Seine Anmutung bleibt trotz der realistischen Vergrößerung eines originalen Zierkürbis kühl und künstlich, was durch die metallene Oberfläche verstärkt wird. Eine seltsame, amorphe Preziose, die an heiteren Tagen mit dem Sonnenlicht spielt.

Optional ist es auch denkbar, die Skulptur an anderer Stelle in den Boden zu pflanzen. Mit reduzierter repräsentativer Kraft, aber nicht weniger zur Freude des Betrachters könnte der Zierkürbis „Das Ding“ auch in einem der Innenhöfe des Neubaus erscheinen.

Angelehnt, 2015

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 15. Mai 2015

Wettbewerbsbeitrag für den Neubau des materialwissenschaftlichen Zentrums für Energiesysteme auf dem KIT Campus Süd, Karlsruhe

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Das Bild wird von einem Baumstamm bestimmt, der sich in seiner materiellen Erscheinungsform gewandelt hat. Im Sinne der klassischen Naturnachahmung wird ein entasteter Kiefernstamm zur Porzellanpretiose. Elegant und fast wie zufällig lehnt der zwölf Meter hohe Stamm am Innenrand einer der Deckenöffnungen des Vordaches. Ein leichtes Spiel mit Kreis und Stecken in monumentaler Form. Ein lebensgroßes Modell eines Kiefernstammes, die Skulptur als Hinweis auf Energie, Ressourcen, der Baum als archaischer Baustoff, als ältester Energieträger der Menschheit. Durch seine das Dach überragende Höhe verbindet der Baumstamm aus Porzellan Innen- mit Außenraum, organische Form mit Geometrie, raue und matte mit glänzenden Oberflächen.

Der keramische Baumstamm weist auf ein Material hin, das einerseits für ästhetisch wertvolle Gebrauchsgegenstände steht und dem andererseits in der technischen Entwicklung der Vergangenheit und Zukunft eine große Bedeutung zukommt. Ähnlich wie das Bild des Baumes als ein fast stereotypischer Ausdruck für Leben ist Keramik ein alter Weggefährte des Menschen. Die Bedeutung des Baumes hat im Laufe der Zivilisation zu seiner umweltverändernden Dezimierung geführt. Die Spur der Keramik führt von Tonscherben aus der Frühzeit bis hin zu den Hitzeschutzkacheln an Raumfahrzeugen. Im alltäglichen industriellen Einsatz findet sich Keramik und Porzellan vor allem in den verschiedensten Energieübertragungssystemen wieder. Daher ist dieses universelle Material in einem hohen Maße auch Speicher der zivilisatorischen Leistung der Menschen.

Das Bild des Porzellanbaumstammes unter dem Vordach des Eingangsbereiches zum Institut ist eine Auseinandersetzung mit dem Ort, mit der Architektur, mit der Situation. Während ein Besucher aus der Ferne seine Aufmerksamkeit auf den aus dem Dach ragenden Teil des Baumstamms lenken wird, tritt unter dem Vordach die leicht gekippte „Säule“ in einen spannungsvollen Dialog mit den vier Stützsäulen, die sich im Umfang kaum unterscheiden. Der statischen Zuweisung der unverrückbaren Stützsäulen wird die Leichtigkeit und scheinbare Mobilität des angelehnten Baumstamms kontrastierend gegenübergestellt. Seine Oberfläche ist glatt und glänzend und verführt dazu, berührt zu werden.

Für die Skulptur wird ein Baumstamm aus der Region Schwarzwald ausgesucht und abgegossen. Das Abgießen ist ein rein bildhauerischer Vorgang ohne Hinzunahme digitaler Abbildungsverfahren. Die Abgussform dient zur Herstellung von halbschalenförmigen Porzellanfliesen, die an einer Grundkonstruktion, die aus einer Edelstahlsäule besteht, angebracht werden. Die Fließen bilden ein feines, unregelmäßiges und nur aus der Nähe sichtbares Raster.  Ziel ist es, für die Fertigung der Fliesen eine Porzellanmanufaktur oder einen Industriekeramikproduzenten als Partner zu gewinnen, der über ein hohes Maß an Erfahrungen bei der Keramikherstellung für den Außeneinsatz verfügt. So lehnt sich die Skulptur nicht nur an der Architektur an, sondern auch an moderne Produktionstechniken, um dabei der Natur nah zu kommen.

Permanent temporär, 2014

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 15. Mai 2015

Wettbewerbsbeitrag in Zusammenarbeit mit Heine/Lenz/Zizka Projekte Frankfurt für ein Desserteursdenkmal in Hamburg

Die Errichtung eines Gedenkortes für die Deserteure und andere Opfer der NS-Militärjustiz ruft zahlreiche kontroverse Diskussionen hervor, die mehr Fragen aufwirft als Historiker und Wissenschaftler beantworten können. Die Aufarbeitung der Thematik im vorliegenden Wettbewerb geht von der Nichtrepräsentierbarkeit des Unheils aus und. Kein Denkmal wird dem Unheil, den Widersprüchen und der schieren Größe der Gewalt gegen die Menschlichkeit gerecht. Das Gedenken kann nur als andauernder Prozeß, als interaktives, temporäres und partizipatorisches Werk bestehen. Als andauernde diskursive Massnahme läßt sich der Gedenkort nicht mit einer einfachen symbolischen Geste bewerkstelligen, es muss um die Umwidmung eines Denkmals der Heroisierung des Soldatentodes in einen Gedenkort für jene, die durch genau diesen Militärmaschine durch Dienstverweigerung zu Tode gekommen sind. Der Gedenkort wird zum historischen Beispiel für ein Unrechtssystem, das den Opfern von einer anderen Seite gedenkt. Die Umwidmung eines Gedenkortes folgt einer internationalen Tradition.

Ausgehend von dem Wissen um die Bedeutung der Geschichte des Ortes am Dammtor, dem Bestreben der Integration einer vorangegangenen Auseinandersetzung mit der Thematik und der Aufgabenstellung einer Schaffung eines zentralen Gedenkortes werden zwei Elemente vorgeschlagen: zum einen die permanente Einrüstung des 76er Denkmals und zum anderen ein wiederkehrendes gestalterisches Formblatt als Lochblatt, das als Logo, Infotafel oder Gedenktafel erscheint. Ergänzt werden diese Elemente durch eine mediale Vermittlungsplattform in Form einer Homepage und einer App.

Gerüst: Die dauerhafte Einrüstung des vorhandenen Denkmals erschließt die vorhandene Denkmalsthematik und verändert den Zugang zu und den Umgang mit ihr. Sie versetzt das Denkmal in den Zustand eines Provisoriums, das Denkmal in ein sich in der Rekonstruktion befindliches Objekt. Die monolithische Präsenz und vermeintliche massive Monumentalität des 76 Denkmals wird aufgelöst zugunsten einer fragilen, offenen Erscheinung durch die transparente Umbauung. Das Bild eines begehbaren Gerüstes zeigt eine Hilfskonstruktion die Bereiche zugänglich macht, die sonst ausserhalb unserer Reichweite liegen würden. Es zeigt einen Zustand der Auseinandersetzung, der Bearbeitung und des Vorläufigen.

Die Einrüstung bewertet die Verbindung zwischen Opfer und Täter, zwischen Legislative und Exekutive, zwischen Macht und Widerstand, zwischen demonstrativer Hülle und inhaltlicher Leere, zwischen dem Mut zum Zweifel und Bestreben der Wiedergutmachung neu.

Das Funktionale wird betont, durch die Rampe kann man sich das Denkmal auf Augenhöhe erschließen bis hin zu dem Punkt, an dem mit dem Erreichen der obersten Gerüstplattform die innere Leere des 76 Denkmal als kulissenhafter Hohlkörper sichtbar wird.

Lochblatt/Formblatt: Das Formblatt ist abgeleitet von einem gelochten DIN A 4 Blatt und dient als variables gestalterisches Grundelement, das für alle relevanten Inhalte am zentralen Gedenkort und an allen externen Orten als Display eingesetzt wird. Als Logo, als Informationstafel am Gerüst, als Gedenktafel kann es in Erscheinung treten. Erkennbar bleibt es immer an der Lochung und den vom DIN Format abgeleiteten Proportionen.

Das weisse Blatt Papier, das in Form von Verordnungs-, Gesetzes-, Protokollblättern benutzt, gelocht und abgeheftet wurde in der Kartei des Grauens, steht für die zahlreichen Schicksale der Opfer. Das weisse Lochblatt verweist auf die Aktenlage im Hintergrund und damit auf die Banalität des Bösen (Hannah Arendt). So kann es Sinnbild für die administrative Verwaltung des Unrechtsystems und die Normierung des Schreckens sein. Es steht für die systematische Unterordnung unter ein formalisiertes System und die vermeintliche Entschuldung aus selbigem.

Gerüst und Formblatt/Lochblatt: 

Gerüst, Rampe, und Lochblatt/Formblatt sind die Instrumente, die die prozesshafte Erschließen eines neuen, korrespondierenden Denkmals ermöglichen.

Die barrierefreie Rampe führt an den mit Informationen zu den Opfer gefüllten Formblättern vorbei zur um das Denkmal herum. Mit dem kontemplativen Akt des Betrachtens des profanen Inhalts sowie durch die Möglichkeit, durch das Gehen unterschiedliche Betrachterpositionen einzunehmen, wird die ursprünglich repräsentierte Idee des 76er Denkmals auf eine einfache Art und Weise durch die eigene so bisher nicht sichtbare Gestalt relativiert. Die Erfahrung des Gedenkens erfolgt durch ein symbolisches Sich-Ablösen vom Boden jahrzehntelanger historischer Fakten.

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Undichte Stelle, 2011

Posted in Arbeiten by vialewando on 6. März 2015

Aus aktuellem Anlaß (BND-Watergate) möchte ich auf einen Wettbewerbsbeitrag von mir aus dem Jahr 2011 verweisen.

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Die Arbeit „Undichte Stelle“ ist eine Skulptur, ein Denkmal, ein Ort der Besinnung, ein Wasserspiel, ein interaktiver Raum, eine audiovisuelle Anlage, eine Überlegung.

Die Arbeit bezieht sich auf die geordneten Raumstrukturen des Innenhofes, auf die Funktion des Ortes als Pausenhof und auf die Thematik der gesamten Anlage des BND.

Die Skulptur ist ein Knäul aus Rohrleitungen, dass von einer mannshohen Zu- und Ableitung getragen wird. Die Rohre sind etwa 5 cm dick und aus gebürstetem Bronzerohr. Sie ragen aus dem Boden wie ein repariertes Stück des sonst unsichtbaren unterirdischen Rohrleitungssystems. Die „reparierte Stelle“ hat jedoch mehr die Anmutung von Gehirnwindungen. Durch ihre nur leicht überhöhte Größe einer menschlichen Person hat sie auch eine figurative Präsenz.

Im Ensemble des Innenhofes zeichnet sie sich eher durch Unauffälligkeit und Selbstverständlichkeit aus. Da die Skulptur nicht durch ihre räumliche Ausprägung den Raum bestimmt und gestaltet, kommen ihr die Qualitäten einer zeichenhaften, den Ort markierenden Erscheinung zu. Als verdichtete Unordnung, als Rätsel eines sich selbst umschlingenden, sich windenden und verdrehten, scheinbar nicht zu entwirrenden Weges hat die Rohrleitung eine hohe gestalterische Ästhetik. Ihre zerebrale Anmutung ist dabei nur eine weitere allegorische Ebene. Damit lädt sie zum Betrachten und Verweilen, zum Sinnieren und Meditieren ein.

Zum Brunnen, zum Wasserspiel wird die Skulptur, wenn Menschen den Innenhof betreten und durch Schritte oder Unterhaltung eine Raumklang erzeugen. Dann öffnen sich unterschiedliche Ventile, die in der Skulptur versteckt sind und lassen Wasser wie aus einer undichten Leitung tropfen, rinnen oder spritzen. Je nach Intensität der Akustik im Innenhof verstärken sich die leckenden Rohrabschnitte und werden zum spontanen Wasserspiel. Unbeachtet und einsam ist nur ein leichtes Tropfen an einer Stelle zu beobachten.

Die Verbindung von akustischer Sensorik und dem Sprudeln aus dem lecken Leitungsgewirr wird zur spielerischen Auseinandersetzung aktueller Themen, an deren Ende die Neuauflage eines barocken Wasserspieles steht. Damit wird der Innenhof stärker an die Idee einer Parkanlage gebunden und reflektiert gleichermaßen die Bedeutung moderner urbaner Parklandschaften.

Abhängig von der Jahreszeit und den Außentemperaturen wird das Wasser, das durch die Leitungen fließt, aufgeheizt. Das Bild der Rohrleitungen verändert sich bei niedrigen Temperaturen durch das Aufsteigen von Wasserdampf. Sie könnten jetzt zu einem Teil eines Heizkreislaufes gehören. Dadurch ist auch eine Wahrnehmung der Aktivität aus größerer Distanz möglich.

Vorhang

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 12. Mai 2013

Entwurf für die Cafeteria des Friedrich-Löffler-Instituts auf der Insel Riems

Ausgangspunkt der Arbeit bildet die Betrachtung eines wissenschaftlichen Modells und seiner Form: die Darstellung des Antikörpers. Diese Entscheidung wird bewußt als positive Alternative zum Modell des Isokaeders, zum Bild des unmittelbaren Forschungsgegenstandes dem Virus gewählt. Als ein wichtiger Bestandteil im System der Immunabwehr wird der Antikörper als allegorisches Bild für den Schutz gegen Infektion und Krankheit gesetzt. Der Virus, der sonst allgegenwärtig ist, soll damit nur indirekt angesprochen werden. Es ist vielmehr Ziel, ein Modell für Erkenntnisprozesse zu entwickeln und das Prinzip von Schutzfunktionen und den damit notwendigerweise verbundenen Strukturen zu reflektieren. Dabei soll die Wahrnehmung einer ästhetischen Qualität von Rastern und Mustern mit einer Vielzahl von Bedeutungen konfrontiert werden. Denn mit der beeindruckenden Schönheit der nano-fotografischen Formenfülle ist die Kunst erst am Anfang ihrer Möglichkeiten.

Die Arbeit setzt sich aus zwei Teilen zusammen. Einer exemplarischen Isolation mit der Darstellung als solitäres Objekt des Antiköper-Symbols sowie seiner Vervielfältigung als klonaler Antikörper in einer großen Gruppe. Isolation und Vervielfachung beschreiben eine wissenschaftliche Methode in der Forschung. Die Gegenüberstellung auf den rechtwinklig zueinander liegenden Wänden ist auch der Vergleich von Individuum und Masse am Eingang und im großen Raum. Auf beiden Seiten ist das Objekt des einzelnen Antikörpers – als solitär und in der Gruppe – als rot leuchtendes Zeichen dargestellt.

Dabei werden bei dem für die Vervielfachung zugrunde liegendem Muster nicht fünf, sondern vier Antikörper in alle Himmelsrichtungen ausgerichtet und zusammengesetzt. In der Wiederholung entsteht daraus ein Achteck. Das wiederum ist seit der Antike ein vielgenutzter Grundriß, der auf das Urbild des achtstrahligen Sterns zurück geht und ein Symbol für Vollkommenheit darstellt. In der Architektur ist das Achteck eine gebräuchliche Form für Wehranlagen. Andererseits war diese sich so bildende Ornamentik auch im häuslichen Bereich bis ins 20. Jahrhundert weit verbreitet.

Der so gestaltete Vorhang überzieht als gleichmäßiges Raster 8 Meter der Wand im großen Raum und ist am Ende einer Seite scheinbar zusammengeschoben. An dieser Stelle überlagert sich die Ornamentik zu einer verdichteten Form, bei der der einzelne Antikörper nicht mehr sichtbar ist. Damit wird die Idee des Schutzes und seinen Grenzen im Sinne eines Netzes, Gitters, Zaunes oder Vorhangs unterstrichen.

Der sich durch die konservativ anmutende Ornamentik ergebende Eindruck wird durch die Umsetzung der Materialität als Chrom glänzende Metallkonstruktion gebrochen. Die das Licht reflektierenden weichen Formen der einzelnen Elemente vermitteln den Eindruck eines aus dem Industriedesign entlehnten vergrößerten Rasters. Die Abformung der Elemente ist ähnlich der für das Tiefziehverfahren typischen Erscheinung. Durch seinen geringen Abstand von der Wand entsteht ein zusätzliches Schattenspiel, das die Plastizität und Tiefenwirkung verstärkt. Die Oberlichter, das Tageslicht der großen Fensterfront und die Tageszeit abhängige künstliche Raumbeleuchtung werden die glänzenden Oberflächen des Wandreliefs immer wieder neu inszenieren. Der Minimalismus der Struktur spielt mit einer narrativen Geste zur Architektur des Raumes. So wird ein schmaler Streifen des Fensters oberhalb der Tür verdeckt. Das betont nicht nur die Idee des Vorhanges, sondern verstärkt den Eindruck des Vorhanges des an dieser Stelle auch von hinten sichtbaren Halbreliefs.

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Stalaktit

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 12. Mai 2013

Entwurf für das LANDESARCHIV NORDRHEIN-WESTFALEN

Das Archiv ist eine Tropfsteinhöhle. In ihm sammeln sich die Sedimente der Kulturgeschichte aus den Jahrhunderten der Zivilisation. Wie in einer Höhle bildet das Archiv eine intuitive Architektur des Gedächtnisses. Die Amalgamierung des Gedächtnis aus unterschiedlichsten Dokumenten der Zeizgeschichte führt zu einer Schichtung und zu einer Verfestigung von Wissen. Es entstehen quasi kristalline Zustände von Informationen, die Geschichte zeitabhängig unterschiedlich reflektieren können.
In einer Tropfsteinhöhle ist der Stalaktit ein Zeichen für Wachstum, Zeit, Dauer. Geologisch betrachtet ist ein Stalaktit eine Kalkablagerung, die durch tropfendes, kohlensäurehaltiges Wasser entsteht. Der Stalaktit im Foyer des Landesarchivs Duisburg ist aus recyceltem Abfall-Papier der das Institut beliefernden Institutionen und des Archives selbst. Aus einer Mischung von geschredderten, zu Pulver geriebenen Altpapierabfällen und Keramikgips wird eine Makulatur hergestellt, aus der die Skulptur gegossen wird. Aufgrund der Härte dieser Mischung, die seit der Antike zur Herstellung von künstlichem Marmor und Stuck bekannt ist, kann man das Material schleifen und polieren. Eine entsprechende Beschichtung erzeugt einen Perlmutteffekt.
Die Form des geschliffenen Stalaktit nimmt nicht nur Bezug auf eine geometrische Formensprache von Vielecken und kristallinen Strukturen, sondern spielt auch mit der Bedeutung von gefaltetem Papier. Die so geschaffene Skulptur erinnert an einen Bergkristall, an einen Quarz, der auf die vielen von Menschenhand geschaffenen Minen in der Region anspielt. Diese sind Teil jener Wertschöpfung, die sich jetzt auch im Landesarchiv niederschlägt.
Im Archiv verändert das Wissen seine Form. Nach dem Papier ist das Digitalisat eine neue Erscheinungsform in der gegenwärtigen Archivierungspraxis. Die Immaterialität des Wissens bestimmt zunehmend die Repräsentation der Inhalte. Trotzdem ist das Papier als Speicher unersetzlich. Der Stalaktit ist damit auch ein Monument für den Informationsträger Papier.
Zusätzlich wird ein Schatten des Stalaktiten an der Wand zum Lesesaal erzeugt, der als Tageszeit abhängige ephemere Spur des Wissens gesehen werden kann.

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Span/span

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 26. September 2012

Span (Englisch/Deutsch) Abgrenzung, Abstand, Bereich, aufspannen, Feld, Joch, Laufzeit, Öffnung, Spanne, Spannweite, Variationsbreite, Zeitspanne

Span (Deustch/Englisch) blade, chip, elongated flake, kindling, scale of wood, spill, Splint, splinter, swarf, turning, span of life, centre span, spick and span

Idee
Die Umwandlung eines alten Kasernengeländes zu einem modernen Universitätscampus verändert neben der Architektur alter und neuer Gebäude auch die Topographie. Besonders bei der Hochschule Fulda ergeben sich aus der leichten Hanglage zusätzliche Möglichkeiten. Die Freitreppe zum neuen Campus ist nicht nur die funktionale Überwindung eines Niveauunterschiedes, sondern auch ein landschaftsarchitektonisches Geschenk.
Der Entwurf „Span“ nimmt Bezug auf die Besonderheit dieser Treppe und ihre wie aus dem Hang heraus geschnittenen Stufen. Die Treppe ist im Konzept der Architekten das Alleinstellungsmerkmals des Platzes. Eine Kaserne würde sich so eine Freitreppe nicht leisten.
Der Span macht den Ort zum Modell und zum Sinnbild für Transformation. Dabei steht der Span nicht nur für den Prozess von Arbeit, sondern für Forschung, Entwicklung und Entwurf.
Der Span ist hier die künstlerischen Übersetzung einer aus der Treppe geschnitzten Stufe. Die gedachte Stufe verdreht sich dabei zu einer aufsteigenden, sich zur Seite neigenden Spirale. Das Stufenmaß wird am Anfang des Spanes vollständig aufgenommen. Am Ende der schneckenförmigen Verjüngung wird der Span schmaler.
Abgerollt entspricht die Länge der Stufe genau der Entfernung vom Standort des Spanes bis zum Ende der Treppenstufe. Auf der anderen Seite nimmt die Treppe nach zwei Metern den normalen Stufenrhythmus wieder auf. Der Span dieser Seite liegt an der Treppenkante.
Form
Die Oberflächenspannung, wie sie bei durch Materialwegnahme erzeugten Produktionsprozessen entstehen kann, erzeugt die Form. Die Form des Spans erinnert an eine Spirale, einen Strudel, einen Wirbel, eine Pirouette.
Die Eleganz und Leichtigkeit bleibt trotz der vielfachen Vergrößerung erhalten. Dabei neigt sich die Spirale in zwei Achsrichtungen und beschreibt abermals eine kreisförmige Bewegung. Im Dialog mit der auf dem Boden liegenden Form entsteht eine zusätzliche Spannung zwischen den Richtungswechseln. Egal aus welcher Position man die beiden Spiralen betrachtet, ergeben sich immer neue Formen und Linienführungen. Der Winkel der Stufe folgt den Maßen von Treppenhöhe- und breite. In diesem Verhältnis bildet sich eine starke grafische Linienführung ab, bei der die wechselnde Schattenkante der Innen- und Außenseite des Winkels ein optisches Verwirrspiel ergibt. Die sich aufrichtende Spirale zeichnet ihre Bahnen in den Himmel. Weil die Innenkante zur Außenkante wird und umgekehrt, sind die Linien bei allen Lichtverhältnissen gut zu erkennen. Die artistische Anmut der Verdrehung verleiht der Skulptur bei ihrer geringen Oberfläche der sich verjüngenden Stufenbreite ein optisches Volumen, dass sich auf der Freifläche des Treppenaufganges gut behaupten kann. Das sich durch die Linien bildende Volumen steht im Kontrast zum Anfang des Spanes. Das optische Volumen balanciert nun schon fast magisch auf einem dünnen eleganten Schwung. Insgesamt wird eine neue Form auf dem Platz etabliert, die sich zu der klaren und reduzierten Formensprache der Architektur abzeichnet.
Bedeutung
Mit der Treppenstufe, die sich zu einer in den Himmel wirbelnden Linie verwandelt, wird Bezug auf die Allegorie des bearbeiteten Geländes genommen, in das die Freitreppe „geschnitzt“ wurde. Die Umnutzung wird als Umformung dargestellt. Transformation.
Dem flüchtigen Betrachter wird zuerst die Eleganz einer freien Form auffallen. Die Skulptur ist in diesem Augenblick ganz bei sich. Kunst.
Die Aura der Leichtigkeit der in die Höhe schnellenden Treppenstufe geht auf dem Platz eine Korrespondenz mit den Gebäuden der Verwaltung, der Bibliothek und der Mensa ein.
Ob es um Kreativität und Wissen, um Entspannung und Genuß, um Bürokratie und Organisation geht, immer scheint die Form des Spanes ein ideales Maß des Tuns zu sein.
Trotz ihrer freien Form oder gerade deswegen ist sie auch ein Zeichen für höchste technische Ansprüche, handwerkliche Möglichkeiten, die auf jeden Studierenden zukommen werden. Die Universität wird als Werkstatt der Wissensproduktion begriffen.
Material
Die Skulptur wird aus Kohlefaserstoffen produziert. Die Oberfläche ist metallisch versiegelt. Der Sandwichaufbau, wie er in der Skiproduktion oder im Flugzeugbau Anwendung findet, gewährleistet die notwendigen statischen Vorraussetzungen. Darüber hinaus lassen sich so die Transport- und Fertigungsbedingung der 9 Meter hohen Skulptur leichter realisieren. Zwar ist auch ein Metallbau möglich, Angebote entsprechender Firmen liegen vor. Da sich aber die Skulptur bei bestimmten Wetterlagen bewegen wird, hat die bewusste Nutzung der Schwingungsmöglichkeit künstlerischen Vorrang.
Beleuchtung
Der Span wird durch Bodenscheinwerfer nachts in Szene gesetzt. Die Umkehrung der tagsüber dunklen grafischen Linien zu strahlenden hellen wird durch eine silbrig mattierte Oberfläche erreicht. Durch Verwendung von farbigem Leuchtmitteln können hier zusätzlich, entsprechend der Jahreszeit, Anpassungen vorgenommen werden.

WordWatch

Posted in Alles, Arbeiten by vialewando on 16. September 2012

Seit dem 13. Oktober, 2012 ist meine erste App für iPhone, iPad und iPod touch, die von Ivo Wessel entwickelt wurde, im iTunes-Store erhältlich.

Eine erste Anwendung kann man zur Zeit in der Ausstellung „Termin für ein Pointe“ in der Andrae Kaufmann Gallery sehen. Die Arbeit „Uran, Iran, Urin“ nutzt drei iPod touch und drei verschiedene Bilderlisten aus dem Archiv von WordWatch